Detecting language using up to the first 30 seconds. Use `--language` to specify the language Detected language: German [00:00.000 --> 00:02.120] dieser Aktuellen Stunde. [00:02.120 --> 00:09.120] Neuer Rekord zum neuen Jahr. Wann gab es hier schon mal 14 Grad am Neujahrstag? [00:10.620 --> 00:14.440] Sie hatten mehr Arbeit als in den letzten Jahren. Unfälle und Gewalt [00:14.440 --> 00:18.560] führten zu Dauereinsätzen bei der Polizei. [00:18.560 --> 00:32.560] Und er begann als Teuro und ist jetzt in der Krise. Der Euro wird zehn Jahre alt. [00:32.560 --> 00:37.240] Und für alle, die heute Abend noch nicht genug haben von Zischen und Knallen und [00:37.240 --> 00:41.440] buntem Himmel, hier sind die schönsten Bilder der vergangenen Nacht, so feierte [00:41.440 --> 01:10.360] NRW Silvester. [01:10.360 --> 01:13.360] Frohes neues Jahr wünsche ich euch allen! [01:40.360 --> 02:05.880] Da hätte man das auch wieder geschafft. Und dann der Tag danach. In vielen Köpfen [02:05.880 --> 02:09.840] dürfte es heute ungefähr so ausgesehen haben, wie auf den Straßen. Irgendwie so [02:09.840 --> 02:13.560] ein bisschen matschig. Vom Nieselregen aufgeweichte Knallerreste sind ja auch [02:13.560 --> 02:17.720] nicht wirklich ein schöner Anblick. Aber die Katerkandidaten sind wahrscheinlich [02:17.720 --> 02:21.360] sowieso zu Hause geblieben und so haben sie nicht gemerkt, dass wir mit bis zu [02:21.360 --> 02:27.520] 14 Grad einen wärmerekordverdächtigen Neujahrstag hatten. [02:29.640 --> 02:34.440] Kurz nach 12 in der Landeshauptstadt. Die Straßen sind verhältnismäßig leer, [02:34.440 --> 02:39.240] abgesehen vom Müll. Vereinzelt versucht der ein oder andere seine Vorsätze schon [02:39.240 --> 02:42.200] an Tag eins des neuen Jahres nicht über Bord zu werfen. [02:42.200 --> 02:46.080] Doch dann werden es immer mehr. Diejenigen, die die Party längst verdaut [02:46.080 --> 02:50.320] haben oder direkt davon kommen. [02:50.880 --> 02:54.080] Ich komme quasi gerade von der Silvesterfeier. [02:54.080 --> 02:58.240] Das heißt, Sie haben jetzt wie lange durchgefeiert? Ja, was haben wir denn jetzt? [02:58.240 --> 03:03.880] Halb eins. Gegen Nachmittag mehren sich dann die Neujahrs-Spaziergänger auf den [03:03.880 --> 03:09.000] Straßen und das bei fast schon mollig warmen 12 Grad. Kurze Hosen und das am [03:09.000 --> 03:14.080] ersten Januar. Zum Vergleich zu Neujahr 2011 ist der Rosenkohl unserer Bauern [03:14.080 --> 03:16.960] bei frostigen Minusgraden noch im Schnee versunken. [03:16.960 --> 03:21.600] Heute aber haben wir den wärmsten Neujahrstag seit 50 Jahren. Die Menschen [03:21.600 --> 03:25.720] nehmen das völlig unterschiedlich wahr. Wir hatten keinen guten Sommer fand ich [03:25.720 --> 03:29.200] und dafür ist das jetzt schon in Ordnung. Ich finde es recht traurig muss ich sagen, [03:29.200 --> 03:32.480] weil eigentlich ist man das gewöhnt, dass es überhaupt in dieser Zeit wesentlich [03:32.480 --> 03:36.400] kälter ist und im Gegensatz zu letztem Jahr ist natürlich kein Vergleich und ich [03:36.400 --> 03:39.200] hoffe es für mich persönlich, dass der Wind auch noch ein bisschen einziehen wird. [03:39.200 --> 03:43.800] Bei der Wärme haben es dann auch die Räumkommandos nicht ungemütlich und [03:43.800 --> 03:48.120] schwer. Gegen Nachmittag haben sie den Müll vielerorts beseitigt, auch wenn das [03:48.120 --> 03:51.920] an manchen Orten noch schwer werden dürfte. Das Bild auf den Straßen der [03:51.920 --> 03:57.320] Landeshauptstadt ändert sich damit und das Leben kehrt am 1. Januar 2012 so [03:57.320 --> 04:04.080] langsam wieder zurück. Ganz langsam. Für die Polizei war das eine arbeitsreiche [04:04.080 --> 04:08.600] Nacht. Erstens, weil an Silvester sowieso immer viel los ist und zweitens lockten [04:08.600 --> 04:12.360] diese milden Temperaturen, wie wir auch gerade gesehen haben, auch mehr Leute auf [04:12.360 --> 04:16.720] die Straße und neben den typischen Silvester-Zwischenfällen gab es auch ein [04:16.720 --> 04:21.600] paar besonders böse Verkehrsunfälle. In Raaden im Kreis Minden-Lübecke starben [04:21.600 --> 04:25.840] drei Menschen als ein Auto auf einer Landstraße gegen einen Baum prallte. In [04:25.840 --> 04:30.520] Hilden starb ein Fußgänger, der von gleich zwei Autos überfahren wurde. [04:30.520 --> 04:35.440] Sein Heimweg von der Silvesterparty endet tragisch. Mitten in der Nacht läuft der [04:35.440 --> 04:39.160] 44-Jährige plötzlich auf die Bundesstraße zwischen Hilden und Hahn. [04:39.160 --> 04:43.440] Ein 18-jähriger Fahrer kann nicht mehr ausweichen, er fasst ihn. Auf der [04:43.440 --> 04:47.520] Gegenverbahn kommt ein weiteres Auto. Der unbekannte Fahrer überrollt den Mann [04:47.520 --> 04:52.760] und flüchtet. Er hat sehr schwere Verletzungen erlitten, mit Sicherheit auch [04:52.760 --> 04:56.360] schon durch den ersten Zusammenstoß. Der Golf ist schwer beschädigt, der [04:56.360 --> 04:59.440] Fußgänger ist dort auch in die Windschutzscheibe eingeschlagen und über [04:59.440 --> 05:03.280] das Fahrzeug geschleudert worden. Ob dann die weiteren schweren Verletzungen, die [05:03.280 --> 05:06.760] er mit Sicherheit erlitten hat, als der vom PKW überrollt wurde, dann tödlich [05:06.760 --> 05:10.000] waren oder schon die ersten Verletzungen, dass wir dann Obduktion zeigen müssen. [05:10.000 --> 05:14.560] Die Polizei hat erste Hinweise auf den Fahrer, sucht aber weitere Zeugen. [05:14.560 --> 05:18.320] Ähnlich in Mönchengladbach. Hier verletzt ein Unfallfahrer einen Mann [05:18.320 --> 05:23.000] lebensgefährlich und flüchtet. Das Opfer, ein 40-jähriger Mönchengladbacher, brennt [05:23.000 --> 05:27.400] kurz zuvor Silvesterraketen auf der Fahrbahn ab. Ein dunkler Kleinwagen [05:27.400 --> 05:32.080] erfasst ihn, der Fahrer fährt einfach weiter. Vor zwei Stunden dann stellt sich [05:32.080 --> 05:36.360] ein 20-jähriger Verdächtiger der Polizei. Das Opfer ist inzwischen außer [05:36.360 --> 05:42.800] Lebensgefahr. In Siegen stirbt ein 56-jähriger nach einer Messerattacke. [05:42.800 --> 05:46.800] Er will den Jahreswechsel mit einem Freund und einer Freundin feiern. Kurz [05:46.800 --> 05:51.440] vor Mitternacht kommt es zum Streit. Sein 55-jähriger Bekannter sticht mehrfach [05:51.440 --> 05:59.480] auf ihn ein. Das Opfer stirbt am Neujahrsmorgen im Krankenhaus. Zu [05:59.480 --> 06:02.520] insgesamt über 1.000 Körperverletzungsdelikten muss die [06:02.520 --> 06:06.280] Polizei in Nordrhein-Westfalen bis zum Morgen ausrücken. Sachbeschädigungen, [06:06.280 --> 06:10.040] Diebstähle, Ruhestörungen und Hausfriedensbrüche, alle deutlich mehr [06:10.040 --> 06:14.120] als beim vergangenen Jahreswechsel. Grund könnte das milde Wetter sein. [06:14.120 --> 06:19.080] Die Rahmenbedingungen waren einfach so, dass das, was die Kollegen berichtet haben, [06:19.080 --> 06:23.800] dass sehr lange draußen gefeiert wurde, dass insbesondere in den großen Städten, [06:23.800 --> 06:29.520] im Altstadtbereich, im Innenstadtbereich, sehr lange bis in die Morgenstunden, also [06:29.520 --> 06:32.800] bis Einbruch des Tageslichtes, da wirklich sehr viele Menschen unterwegs [06:32.800 --> 06:36.120] waren. Und das führt dann in der Summe einfach dazu, dass dort entsprechend auch [06:36.120 --> 06:40.840] viele Delikte stattfinden. Dauereinsatz auch für die Feuerwehr im Land. Raketen [06:40.840 --> 06:45.600] und Böller sorgen für viele, aber meist harmlose Brände, anders in Dorsten. Hier [06:45.600 --> 06:49.760] bricht am frühen Morgen ein Feuer in der Küche einer Wohnung aus. Insgesamt elf [06:49.760 --> 06:53.360] Menschen müssen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäusern. [06:53.360 --> 06:58.080] Nachbarn, denen nichts passiert ist, beginnen 2012 spärlich bekleidet auf [06:58.080 --> 07:02.720] der Straße. Mehrere Wohnungen des Mehrfamilienhauses sind unbewohnbar. Der [07:02.720 --> 07:06.960] Sachschaden liegt bei einer Viertelmillion Euro. Und hier kommt wieder [07:06.960 --> 07:11.680] was Schönes. Mittlerweile steht auch fest, wer das erste Baby 2012 ist. Es kam in [07:11.680 --> 07:15.840] Hamburg zur Welt, eine Minute nach Mitternacht und heißt Marla Charlotte [07:15.840 --> 07:21.620] Beatrix. Eines der ersten NRW-Babys, das war er hier, das ist der Bennett aus [07:21.620 --> 07:27.200] Düsseldorf. Der hat sich ein bisschen mehr Zeit gelassen. Heute früh um 7 Uhr [07:27.200 --> 07:30.440] hat Christina Rudolph ihren Sohn zur Welt gebracht im evangelischen [07:30.440 --> 07:36.160] Krankenhaus. 3700 Gramm, 53 Zentimeter und zehn Tage vor der ausgerechneten Zeit. [07:36.160 --> 07:39.840] Immerhin, die Mutter durfte noch ungestört aufs neue Jahr anstoßen. Die [07:39.840 --> 07:43.840] Wehen setzten nämlich erst kurz nach Mitternacht ein und zuhause freuen sich [07:43.840 --> 07:48.120] auch noch der Vater und Bennetts Schwester über den Nachwuchs. Und wir [07:48.120 --> 07:53.040] gratulieren natürlich auch. Babys zur Welt bringen, eine der schöneren Aufgaben [07:53.040 --> 07:56.240] in einem Krankenhaus. Aber in der Silvesternacht, da brennt nicht nur im [07:56.240 --> 08:00.720] Kreißsaallicht. Eine Reporterin der aktuellen Stunde hat diese Nacht in der [08:00.720 --> 08:04.440] Notaufnahme der Uniklinik Essen verbracht. Eine der größten Notaufnahmen [08:04.440 --> 08:09.000] der Republik. Dort gibt es keine Feiertage, niemals. Dort geht es auch in [08:09.000 --> 08:13.240] der Silvesternacht, wenn es sein muss, um Leben und Tod. [08:13.240 --> 08:19.440] Wenn ein Notfall an Silvester reinkommt, dann sind sie bereit. Wenn es richtig [08:19.440 --> 08:26.480] stressig wird, diesmal genau um Mitternacht. 20 Uhr 30, Dienstbeginn für [08:26.480 --> 08:30.880] Tiag Tassemeier. Die erste Patientin wartet schon, eine Kopfverletzung, nichts [08:30.880 --> 08:35.720] Großes. Direkt danach der nächste Fall. Dieser stark alkoholisierte Patient war [08:35.720 --> 08:39.400] in eine Schlägerei verwickelt. An Silvester ist für Tiag Tassemeier erst [08:39.400 --> 08:43.640] mal nicht zu denken. Es ist natürlich nicht schön, aber Silvester, wir haben immer [08:43.640 --> 08:46.200] die Wahl zwischen Silvester und Weihnachten. Und Silvester ist für mich im [08:46.200 --> 08:50.400] Vergleich zu Weihnachten das geringere Fest, was meine persönliche Gewichtung [08:50.400 --> 08:53.720] angeht. Deswegen habe ich mich dieses Jahr freiwillig für Silvester gemeldet unter [08:53.720 --> 08:55.440] der Prämisse, dass ich Weihnachten komplett frei habe. [08:55.440 --> 09:00.440] Deswegen kann Tiag Tassemeier heute nur per Handybotschaft am Silvesteressen [09:00.440 --> 09:05.480] seiner Frau teilhaben. Spanferkel. Er und sein Dienstkollege Dr. Hussmann [09:05.480 --> 09:10.040] schaffen es erst gegen 23 Uhr zu einer runde Bockwürstchen mit Salat. Das [09:10.040 --> 09:13.880] Nachtteam versucht es sich gut gehen zu lassen, auch ohne Freunde und Familie. [09:13.880 --> 09:20.120] Ja, man verbringt ja viel Zeit hier. Und die sind ja schon jetzt keine Familie, aber so [09:20.120 --> 09:25.480] ähnlich ist es ja schon. Aber viel Zeit bleibt nicht. Während dieser Teil des [09:25.480 --> 09:30.880] Teams ist, klingeln um 23 Uhr 30 bei Schwester Naima die Telefone Sturm. Ein [09:30.880 --> 09:35.320] Notfall nach dem anderen. Tiag Tassemeier warnt schon mal seine Frau vor, die extra [09:35.320 --> 09:37.320] zum Anstoßen vorbeigekommen ist. [09:37.320 --> 09:40.280] Wo ist denn? Halbe Stunde ist schon Schockraum angekündigt. [09:40.280 --> 09:46.840] Was machen wir denn jetzt? Warten. Warten, während dieser Patient um Punkt mitternacht [09:46.840 --> 09:51.840] versorgt wird. 35 Jahre alt, Hirnblutungen. Was uns schockt ist für die [09:51.840 --> 09:56.040] Ärzte Routine, auch an Silvester. Wir müssen in dem Moment relativ schnell [09:56.040 --> 09:59.720] funktionieren. Das heißt, die Emotion rückt definitiv ganz weit in den [09:59.720 --> 10:03.760] Hintergrund. Es gibt keine Emotion in dem Moment, wo wir im Schockraum sind. [10:03.760 --> 10:07.160] Es gibt keine Emotion, was Silvester angeht. Es gibt auch wenig Emotion für den [10:07.160 --> 10:11.040] Patienten. Das kommt später. Es geht darum, dem Patienten möglichst schnell der Diagnostik [10:11.040 --> 10:15.280] zuzuführen und letztendlich dann zu versorgen. Und Silvester, wenn wir morgen mit [10:15.280 --> 10:22.840] unseren Familien sind, nachfeuern dann. Es ist ein Uhr. Während die nächsten Patienten mit [10:22.840 --> 10:26.720] Schnitt- und Kopfverletzungen schon warten, geht es für Dr. Hussmann und Tiag [10:26.720 --> 10:31.040] Tassemeier im Schockraum weiter. Dieser 20-jährige Patient ist betrunken durch [10:31.040 --> 10:36.920] eine Fensterscheibe gestürzt. Ich drücke jetzt mal an ihn rum. Wenn ihm was wehtut, sagen Sie Bescheid. [10:36.920 --> 10:41.540] Erst um kurz vor zwei kommt das Team dazu, das neue Jahr zu feiern. [10:41.540 --> 10:45.840] Tiag Tassemeiers Frau hat Mitternacht wartend allein verbracht. Zum ersten Mal [10:45.840 --> 10:51.040] seit acht Jahren. Es war leicht verspätet. Es war leicht verspätet, aber meine Späte hat er. [10:51.040 --> 10:56.400] Kann er nicht zuhören. Also, alles gut. [10:56.400 --> 11:01.680] Ein anstrengender Tag für die Ärzte aus der Uniklinik Essen. Mit einem Notfall [11:01.680 --> 11:07.000] nach dem anderen. Er endet nach 24 Stunden. [11:07.000 --> 11:11.160] Wie sagt der Arzt zu seiner Frau, Mäuschen ist schon Schockraum angekündigt. [11:11.160 --> 11:14.880] Sätze für die Ewigkeit. Jetzt zu einem Schock, der schon etwas länger her ist. [11:14.880 --> 11:20.240] D-Mark raus, Euro rein. Das war schon ein komisches Gefühl, als man vor genau zehn [11:20.240 --> 11:23.640] Jahren zum Geldautomaten gegangen ist und auf einmal kam da ganz anderes Geld [11:23.640 --> 11:29.040] raus. Am 2. Januar 2002 begann die Euro-Bargeld-Zeit. Wie gut haben wir uns [11:29.040 --> 11:32.640] wirklich dran gewöhnt an diesen Euro. Wir haben uns mal da umgehört, wo [11:32.640 --> 11:37.000] traditionell Bargeld lacht, an der Bude. [11:40.360 --> 11:45.720] Die Zeiten sind härter geworden. Für Klaus Held gibt es da kein Vertun. [11:45.720 --> 11:51.000] Vor zehn Jahren stand Klaus hier in seiner Trinkhalle in Essen noch mit [11:51.000 --> 11:56.280] seinem Bruder Siegfried rum. Damit war dann irgendwann Schluss. [11:56.280 --> 12:01.920] Für Siegfried steht jetzt hier Klaus' Kumpel Dirk. Seit der Einführung des [12:01.920 --> 12:06.360] Euros ist eben alles anders geworden. Ich rechne auf jeden Fall noch um, weil [12:06.360 --> 12:09.320] das ist ja so, das ist ja die Generation, wo man auf jeden Fall mit groß geworden ist [12:09.320 --> 12:13.440] mit der D-Mark und ist ja nicht mehr geworden, es ist höchstens weniger geworden. [12:13.440 --> 12:18.960] Die Umstellung, das war natürlich ein Ereignis, fand ich. So am 1. Januar [12:18.960 --> 12:23.520] dann zum Automaten gegangen und erst mal den Euro gezogen, das war schon [12:23.520 --> 12:28.440] gut. Ich bin mit meinem Sohn noch zur Sparkasse gegangen. [12:28.440 --> 12:35.160] Euros fühlten sich damals noch richtig komisch an. So fremd. Zwei Kassen standen [12:35.160 --> 12:39.280] damals hier auf dem Tresen, denn viele Kunden zahlten noch mit D-Mark. Mit dem [12:39.280 --> 12:44.920] Euro taten sich viele richtig schwer. So ein Blödsinn. Sollen wir es gemeinsam machen? [12:44.920 --> 12:52.760] Die 50 Cent, die sind größer als die Euro. Die Umrechnerei von D-Mark in Euro war [12:52.760 --> 12:57.560] zwar nicht schwer, trotzdem waren die Kunden misstrauisch. Wir haben Angst [12:57.560 --> 13:01.720] davor, dass das vielleicht nicht stimmt oder der Kurs nicht richtig ist. [13:01.720 --> 13:05.240] Ja, die Kunden unsicher, ist vollkommen richtig, aber die sind heute auch immer [13:05.240 --> 13:08.480] noch unsicher. Auch wenn Wirtschaftsfachleute das [13:08.480 --> 13:12.160] bestreiten, auch wenn Statistiken behaupten, die Inflation bewege sich in [13:12.160 --> 13:16.000] ganz normalen Bahnen, glaubt das hier in der Trinkhalle keiner mehr. [13:16.000 --> 13:21.120] Zehn Jahre teurer, ne? Ist das so? Ist so. Ja, ist ja alles doppelt so teuer. [13:21.120 --> 13:28.720] Letztens habe ich noch einen Kaffee an der Autobahn. 2,95 Euro in 0,25 Euro. [13:28.720 --> 13:31.600] Also ich glaube nicht, dass man da zu Marktzeiten bezahlt hätte. [13:31.600 --> 13:34.480] Finden Sie dann, dass alles teurer geworden ist? Ja, finde ich auch. [13:34.480 --> 13:41.040] Was dann alles teurer geworden ist? Ja, alles. Es haben alle Leute, viel weniger Geld in der Tasche, glauben Klaus und Dirk und [13:41.040 --> 13:44.480] deshalb kommen einige Leute auch auf richtig doofe Ideen. [13:44.480 --> 13:48.400] Das ist kein Euro. Was steht denn da? [13:48.400 --> 13:53.360] Das ist kein Euro, glaub mir das. Natürlich sind das zwei Euro. Nein, das ist kein Euro. [13:53.360 --> 13:57.360] Manchmal passiert auch Schlimmeres als Falschgeld in der Kasse. [13:57.360 --> 14:01.280] Der Überfall, das war krass. Das war krass gewesen, das haben wir vorher auch nicht gehabt. [14:01.280 --> 14:04.280] Überhaupt nicht. Also da muss ich sagen, das hat sich auch glaube ich geändert. [14:04.280 --> 14:10.800] Ja, was dann passiert? Wir wurden überfallen und jetzt in den zehn Jahren, ja doch [14:10.800 --> 14:13.920] zehn Jahre kannst du sagen, zweimal. Zwei mal. Erste war die Krise, ne? [14:13.920 --> 14:18.880] Ja, ja, richtig. Also da war vorher nicht einmal gewesen. Also das hat sich bestimmt auch verändert. [14:18.880 --> 14:25.280] Die Euro-Krise jetzt in diesem Jahr bestätigt für die beiden nur, was sie von Anfang an befürchtet hatten. [14:25.280 --> 14:30.480] Der Euro ist nicht so sicher wie die D-Mark. Zehn Jahre Euro, ein Jubelfest ist das nicht. [14:30.480 --> 14:34.000] Nochmal zehn Jahre weiter? Da wird den Euro nicht mehr geben. [14:34.000 --> 14:38.640] Auf keinen Fall. Ich möchte die D-Mark zurückhaben, am liebsten sag ich ganz ehrlich. [14:38.640 --> 14:42.480] Irgendwann werden wir sicherlich eine andere Währung wieder haben. Die Frage ist nur, wann. [14:42.480 --> 14:47.600] Aber die Trinkhalle, die wird dann noch stehen, glauben alle hier. [14:47.600 --> 14:52.720] Lassen wir mal hoffen. Gute Vorsätze fürs neue Jahr haben eine schlechte Eigenschaft. [14:52.720 --> 14:57.120] Sie gehen so gut wie nie in Erfüllung. Das ist aber halb so schlimm, denn dafür kriegt man vielleicht [14:57.120 --> 15:01.440] im Laufe eines Jahres lauter andere schöne Dinge hin. Wir haben jedenfalls Leute getroffen, [15:01.440 --> 15:11.600] die beides haben. Gute Vorsätze für 2012 und gute Erinnerungen an 2011. [15:11.600 --> 15:16.080] Das Abi schaffen, ja das haben wir geschafft. Da haben wir ein gesundes Kind bekommen und das [15:16.080 --> 15:28.000] glaube ich ganz gut hinbekommen. Wir sind geheiratet. Das war ein großes Ziel und da haben wir erreicht. [15:28.000 --> 15:36.960] Das sind Frauen damit. Gute Gesundheit, eine schöne Frau. [15:36.960 --> 15:44.480] Bis zum Sommer fünf Kilo abnehmen, weil meine Tante dann heiratet und ich ein schönes Kleid tragen möchte. [15:44.480 --> 15:50.560] Ja, gesund bleiben, mich um die Familie kümmern, ein bisschen das Leben genießen. [15:50.560 --> 15:55.040] Keine Ahnung, meine Entscheidung gut zu überleben. Gar nichts. Das habe ich schon so oft versucht, [15:55.040 --> 16:00.000] hat nie genutzt. Jetzt höre ich auf damit. Weiterhin fleißig auf der Arbeit sein und Gutes. [16:00.000 --> 16:08.560] Wenn es geht, mehr Fahrrad zu fahren. Mehr feiern, vielleicht. Gute Gesundheit, schöne Frau. [16:08.560 --> 16:15.440] Und zwar in dieser Reihenfolge. So, jetzt kommen wir zu den Dingen, bei denen Wünschen eher nicht hilft, [16:15.440 --> 16:20.800] das Wetter. Denn wenn Wünschen helfen würde, dann sähe das hier ein bisschen anders aus. In der Nacht [16:20.800 --> 16:27.840] dichte Wolken und viel Regen, aber wieder sehr sehr mild. Tiefstemperaturen 8 bis 10 Grad. [16:27.840 --> 16:33.200] Morgen zieht der Regen dann nach Südosten ab, dann lockern die Wolken auf und nachmittags kommt [16:33.200 --> 16:37.760] sogar hier und da die Sonne raus. Paarschauer kann es aber trotzdem geben und dafür wird es [16:37.760 --> 16:45.280] ein bisschen kälter. Nur noch 6 bis 8 Grad. Die weiteren Aussichten. Dienstagnachmittag, da kommt [16:45.280 --> 16:52.240] der Regen zurück. Dann wird es stürmisch. Mittwoch, je nach Höhe, wo Sie wohnen, Regen, Graupel oder [16:52.240 --> 16:58.400] Schnee. Und jetzt die Nachrichten. Bei einer Schießerei in Bochum sind am Neujahrsmorgen zwei [16:58.400 --> 17:03.760] Männer verletzt worden. Spezialkräfte der Polizei nahmen später drei Tatverdächtige fest in einem [17:03.760 --> 17:09.200] Heim für Asylbewerber. Nach Angaben der Polizei waren die Männer am frühen Morgen auf einem [17:09.200 --> 17:14.160] Gehweg unterwegs, als ein Auto neben ihnen hielt. Ein Mann stieg aus, beschimpfte die Fußgänger und [17:14.160 --> 17:18.560] schoss plötzlich auf die Männer. Dann fuhr der Wagen mit hoher Geschwindigkeit davon. Die Opfer [17:18.560 --> 17:23.360] wurden schwer verletzt. Die Polizei fand das Auto später vor einem Übergangswohnheim in Bochum. [17:23.360 --> 17:28.920] Spezialkräfte nahmen dort zwei Männer und eine Frau fest. Hintergründe der Tat sind nicht bekannt. [17:28.920 --> 17:35.120] Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Der Silvesterlauf von Werl nach Soest wurde von einem [17:35.120 --> 17:40.440] Todesfall überschattet. Wenige Kilometer vor dem Ziel war ein 45-jähriger Mann zusammengebrochen. [17:40.440 --> 17:45.600] Er konnte zunächst reanimiert werden, starb wenige Stunden später aber in einer Klinik. Der Soester [17:45.600 --> 17:50.640] galt als routinierter Läufer und war bei den letzten zehn Läufen dabei. Beim 30. Silvesterlauf [17:50.640 --> 17:56.200] von Werl nach Soest hatten sich 5500 Läufer, Walker und Skater auf die 15 Kilometer lange [17:56.200 --> 18:03.080] Strecke gemacht. Mit Beginn des neuen Jahres hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr die Fahrpreise um [18:03.080 --> 18:08.680] 3,9 Prozent erhöht. Den Preisanstieg begründet der VRR mit dem erweiterten Verbundgebiet, das auch [18:08.680 --> 18:13.000] den Niederrhein miteinbezieht. Für große Entfernungen wird die Preisstufe E eingeführt. [18:13.000 --> 18:20.640] 8 Millionen Einwohner können das VRR-Angebot nutzen. Nach dem Terroranschlag auf Christen in Nigeria [18:20.640 --> 18:25.960] fordert der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meißner ein Bekenntnis muslimischer Politiker für [18:25.960 --> 18:30.720] den Schutz von Christen. Es verwundere doch sehr, dass von offizieller muslimischer Seite keine [18:30.720 --> 18:35.680] Verurteilung dieser Verbrechen zu hören gewesen sei, sagte Meißner in seiner Silvesterpredigt [18:35.680 --> 18:40.960] im Kölner Dom. Zu Weihnachten waren in Nigeria bei einem Gottesdienst mehr als 40 Menschen getötet [18:40.960 --> 18:48.080] worden. Bei Dauerregen und 12 Grad haben rund 20 Mitglieder eines Laufclubs am Nachmittag in [18:48.080 --> 18:52.800] Duisburg den Sprung in den Werthersee gewagt. In vielen Städten Nordrhein-Westfalens gibt es das [18:52.800 --> 18:57.280] traditionelle Neujahrsschwimmen. Nach wenigen Minuten verließen die meisten Schwimmer das Wasser [18:57.280 --> 19:04.000] bei diesen Temperaturen aber wieder. Obwohl es ja gar nicht so kalt war. Und das noch, in Krefeld hat [19:04.000 --> 19:09.120] ein 59-jähriger Mann sich bei der Polizei bedankt. Er kam mit Strauß Blumen auf die Polizeiwache, [19:09.120 --> 19:13.720] wollte sich bedanken für die wunderbare Behandlung. Der Grund, er hatte nämlich da eine [19:13.720 --> 19:18.000] Nacht in der Ausnüchterungszelle verbracht. Offenbar war das sehr, sehr angenehm. Ich nehme [19:18.000 --> 19:22.520] mal an, um diese Zeit sind alle anderen jetzt auch nüchtern. Dann kann ich Ihnen sagen, jetzt gibt es [19:22.520 --> 19:27.120] gleich hier Lokalzeitgeschichten und morgen ganz normal, 8.50 Uhr, die aktuelle Stunde dann mit [19:27.120 --> 19:35.480] Asle an meiner Seite. Bis dahin. Bernd Stelter kann es nicht fassen, beim NRW-Duell geht alles schief. [19:35.480 --> 19:40.400] Das haben wir auch noch nicht gehabt. Ein Kandidat läuft weg und stattdessen kommt ein Krokodil. [19:40.400 --> 19:45.240] Wollen Sie das Krokodil nicht rausbringen? Und dann geht auch noch eine kostbare Vase zu Bruch. [19:45.240 --> 19:51.960] Entschuldigung. Was macht ihr hier eigentlich? Ganz einfach, verstehen Sie, Spaß legt Bernd [19:51.960 --> 19:59.880] Stelter rein. Das NRW-Duell extra lustig, heute 21.45 Uhr. WDR.